Wie werden wir in der Welt von Morgen leben und arbeiten?
Wie werden die zentralen Megatrends die Gesellschaft in den
kommenden Jahren verändern?
Wie entwickeln wir nachhaltige, klimafreundliche Städte mit
sauberer Luft, viel Grün und weniger Lärm?
Wie schaffen wir die Voraussetzungen für eine
umweltschonende Mobilität?
Wir glauben daran, dass sich Städte neu erfinden können.
Dass sie durch kreative Ideen ihre Identität schärfen und an
Attraktivität gewinnen.
Es gibt in Iserlohn aktuell nur noch wenige größere zusammenhängende, integrierte und verkehrlich gut erreichbare Wohnbauflächenpotenziale, die für ein neues Stadtquartier mit Innovationsanspruch in Frage kommen würden. An erster Stelle steht hierbei das WaldstadtQuartier.
Auf Grundlage eines städtebaulichen Entwurfs für ein neues Stadtquartier wurden 2022 für das Gesamtareal die Eckpfeiler einer städtebaulichen Flächenkonversion entwickelt. Geplant ist die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers, das unter den Gesichtspunkten nachhaltige
Stadtentwicklung, erneuerbare Energieversorgung und soziale Durchmischung einen Modellcharakter für die Stadt Iserlohn besitzt.
Das städtebauliche Gesamtkonzept soll sukzessive in Planungsrecht umgesetzt und in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Für den südwestlichen und westlichen Bereich des ehemaligen Kasernenareals liegt zwischenzeitlich Planungsrecht vor.
Die Vermarktung des II. Bauabschnitts hat am 04. Juni 2025 begonnen.
Weitere Informationen finden Sie hier.
IKZ; Drees
Iserlohn, 19.08.2025 – Das traditionsreiche Gebäude des ehemaligen Theodor-Reuter-Berufskollegs am Karnacksweg 43 wird in den kommenden Jahren dem neuen Stadtquartier „Am Teutoburger Platz“ weichen. Damit endet nicht nur die bauliche Geschichte der Schule, sondern es beginnt zugleich ein neues Kapitel für die Stadtentwicklung Iserlohns.
Historie und Bedeutung
Das Berufskolleg wurde 1852 als
Königliche Provinzial-Gewerbeschule gegründet und war über viele Jahrzehnte
eine zentrale Ausbildungsstätte für Metall- und Elektrotechnik. 1998 erhielt es
den Namen Theodor-Reuter-Berufskolleg, nach dem ersten Direktor der Fachschule
für Metallindustrie, Christian Theodor Reuter (1838–1909). Mit der Schließung
im Januar 2020 endete die schulische Nutzung.
Das Gebäude am Karnacksweg, 1957
errichtet, trug die klare Handschrift der Nachkriegsarchitektur. Neben seiner
Funktionalität überzeugte es auch mit künstlerischen Details – etwa den
Wandgemälden im Treppenhaus des Künstlers Wilhelm Wessel. Über Jahrzehnte
hinweg lernten hier tausende Schüler; für viele ist das Haus ein Ort prägender
Erinnerungen.
Grundstücksübernahme und Abriss
Die STADTprojekt Iserlohn GmbH
hat das Grundstück am Karnacksweg erworben und damit die Grundlage für die
städtebauliche Neugestaltung geschaffen. Der Abriss der Gebäude wurde an die
Firma Lukassen vergeben. Aktuell laufen die Entkernungsarbeiten, der
vollständige Rückbau soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Parallel dazu
bereitet STADTprojekt die Änderung des Bebauungsplans vor, um Platz für das
neue Quartier zu schaffen.
Michael Schmitt, Geschäftsführer der STADTprojekt GmbH,
erklärt:
„Mit dem Erwerb und Rückbau
dieses geschichtsträchtigen Areals schaffen wir Raum für ein modernes
Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten und Leben miteinander verbindet. Uns ist
wichtig, die Tradition des Ortes zu bewahren und gleichzeitig Zukunftsperspektiven
für Iserlohn zu entwickeln.“
Gustav Edelhoff, ehemaliger Schüler, ergänzt:
„Das Theodor-Reuter-Berufskolleg hat mir damals die Türen in
die berufliche Zukunft geöffnet. Viele verbinden mit diesem Gebäude prägende
Jahre. Auch wenn der Abriss ein Stück Nostalgie kostet, freue ich mich, dass
hier etwas Neues entstehen wird, das die Stadt bereichert.“
Ausblick
Das neue Quartier soll Wohnen, Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung und moderne Infrastruktur vereinen und den innenstadtnahmen Standort am „Am Teutoburger Platz“ langfristig aufwerten. Damit schließt sich der Kreis: Wo einst Bildung und Zukunft gestaltet wurden, soll auch künftig ein lebendiges, zukunftsorientiertes Stadtviertel entstehen.